Über mich

Bert Ehgartner

Dokumentarfilmer · Buchautor · Wissenschaftsjournalist · Wien

Meine Geschichte

Über mich

Ich bin 1962 im niederösterreichischen Mostviertel in Waidhofen an der Ybbs geboren, der Region aus der meine Mutter stammt. Die Familie meines Vaters kommt aus dem Böhmerwald im heutigen Tschechien, wo eine starke österreichische Minderheit lebte. Nach dem Krieg wurden sie ausgewiesen und mussten ihre Heimat mit ein paar Habseligkeiten verlassen. Aufgewachsen bin ich in Steyr, mitten im Wehrgraben, umgeben von gleich drei Armen des namensgebenden Flusses.

Ich bin ein Kind der Kreisky-Ära und besuchte als erster in unserer Familie eine höhere Schule. Nach der Matura begann ich in Wien zu studieren. Zunächst Informatik, das ich jedoch bald wieder sein ließ, weil ich dort nicht das Programmieren lernte, wie ich mir erhofft hatte, sondern eine mühsame theoretische Art der Mathematik, die mir staubtrocken erschien. Schon immer interessierte ich mich brennend für Kino, Literatur und Journalismus. Nach dem Zivildienst begann ich an der Universität Wien ein Studium der Publizistik und Politikwissenschaften. Als Volontär bei der traditionsreichen „Arbeiter-Zeitung“ lernte ich den Beruf des Journalisten kennen und war sofort Feuer und Flamme.

Meine erste Anstellung verdanke ich dem österreichischen Zeitungszaren Kurt Falk, Gründer der „Kronen-Zeitung“ und Herausgeber der „Ganzen Woche". Es waren wilde und interessante sieben Jahre, in denen ich das Journalistenhandwerk als Mitarbeiter in beinahe allen Ressorts (außer Politik) von der Pike auf lernte, die letzten beiden Jahre als Mitglied der Chefredaktion. Während dieser Jahre interessierte ich mich bereits immer mehr für Wissenschaft und Medizin. 1997 wechselte ich in das Redaktionsbüro von Christian Skalnik und Kurt Langbein. Dort entdeckte ich meine Leidenschaft für investigativen Wissenschaftsjournalismus und Dokumentarfilm. Seit 1999 bin ich selbstständig und habe einen Gewerbeschein für Filmproduktion.

Nebenher absolvierte ich an der Universität Wien einen über zwei Semester laufenden Kurs für Evidenzbasierte Medizin, der für fertige Mediziner angeboten wurde. Als Chefredakteur des Medizin-Portals „Surfmed“, das Redaktionsbüros in Wien und Köln betrieb, bekam ich von der Lehrgangsleitung eine Sondergenehmigung, daran als Nicht-Mediziner teilzunehmen. Unterrichtet von erstklassigen Fachleuten lernten wir, wissenschaftliche Studien zu interpretieren und gute von schlechten Studien zu unterscheiden. Ich arbeitete vermehrt auch außerhalb des Büros von Langbein & Partner und schrieb einige Sachbücher für deutsche und österreichische Verlage (Piper, Hoffmann & Campe, Lübbe, Ennsthaler, Klarsicht). Seit 2016 bin ich nun unabhängiger Filmproduzent und Autor und verwirkliche nur noch eigene Projekte.

Privat bin ich ein Familienmensch. Ich bin verheiratet mit Liesl Ehgartner, die als Pikler-Pädagogin in meiner Umgebung allseits bekannt ist. Wir sind seit 1989 ein Paar und haben gemeinsam drei Kinder. Ich betreibe gerne Sport, liebe das Tarockspiel und viele andere Spiele, bin Hobby-Gärtner und in unserem Haushalt für das Kochen zuständig. Wir leben in der Nähe von Neulengbach am Rand des Wienerwaldes – ziemlich genau zwischen Wien und St. Pölten.

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Bert Ehgartner Portrait 1
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Meilensteine meiner Journalistischen Arbeit

Berufliche Meilensteine

1991–92

Qualen unserer Nutztiere

Von 1991 bis 92 habe ich mehrere Monate durchgängig nach Stall gerochen. Ich recherchierte eine Serie zu den Qualen unserer Nutztiere und beschrieb anschließend über 57 Folgen jeweils auf Doppelseite in der von Kurt Falk neu gegründeten Tageszeitung Täglich Alles, welche Zustände in der landwirtschaftlichen Tierhaltung damals herrschten. Dafür sind wir nachts in Tierfabriken eingestiegen, haben elende Kälber in Isolationshaft, Muttersäue, die sich nicht bewegen konnten und fünfstöckige Käfig-Batterien mit 70.000 Hühnern pro Halle porträtiert. Wir sammelten im Lauf der Berichterstattung mehr als 300.000 Unterschriften für ein neues strenges Tierschutzgesetz und gaben den entscheidenden Anstoß für den Einstieg der österreichischen Supermärkte in die Bio-Landwirtschaft

2005

Transfette

Im Zuge einer Recherche zur Relevanz der Cholesterin-Hysterie stiess ich 2005 auf das Thema Transfette. Die Resultate aktueller Studien lieferten deutliche Belege, dass diese billigen Industriefette, deren Fettsäuren im Zuge der Härtung künstlich verändert wurden, ein deutlich höheres Gesundheitsrisiko darstellten, als das so verteufelte Cholesterin. Millionen von Menschen sind wegen der herzgesunden transfett-verseuchten Margarinen, Frittieröle und Back-Zusätze an Herzkrankheiten gestorben. Ich kontaktierte dänische Experten, die als erste in der EU hier eine kritische Haltung einnahmen und schrieb mehrere Titelgeschichten für das österreichische Nachrichtenmagazin Profil. Das Thema schlug richtig ein und wurde auch von anderen Medien übernommen. Schliesslich kontaktierte mich eine Abordnung von McDonalds. Wir trafen uns an einer Autobahn-Raststätte und sie präsentierten mir die Pläne, exklusiv für Österreich künftig transfett-freie Frittier-Öle einzusetzen. Bald war Österreich - nach Dänemark - das zweite Land der EU, das hier gesetzliche Regelungen einführte. Mittlerweile sind Transfette in den meisten Ländern weltweit verboten.

2012

Aluminium & Das Impfwesen

Bevor im Jahr 2012 mein Buch Dirty Little Secret und der darauf aufbauende Dokumentarfilm Die Akte Aluminium (ARTE 2013) erschien, musste man in Drogerieläden lange suchen, um ein Deo ohne Zusatz von Aluminiumverbindungen zu bekommen. Heute ist es beinahe umgekehrt. Nur noch vereinzelt finden sich die toxischen Zusätze in Deos, weil sich herumgesprochen hat, dass Aluminium das Risiko von Brustkrebs, Alzheimer und vielen anderen Krankheiten erhöhen kann. Ich trete vehement dafür ein, die Wissenschaft nicht den Lobbys zu überlassen. Unsere Gesellschaft muss es sich leisten, für ihre Bevölkerung eine strenge Kontrolle der Produkte der Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie durchzusetzen. Diese Arbeit ist noch lange nicht beendet, denn es bestehen in der Wissenschaft Tabus und blinde Flecken, die Außenstehende nicht für möglich halten würden. Speziell das Impfwesen, ein besonders sensibler Bereich der Vorsorgemedizin, ist durchsetzt von solchen Tabus. Mit meiner Arbeit möchte ich dazu beitragen, auch hier eine längst fällige öffentliche Diskussion zu entfachen und das Impfen in den Bereich einer normalen Wissenschaft zurückzuholen. Nur dort, wo der Austausch kritischer Argumente gepflegt wird, ist Sicherheit und Innovation möglich. Und dies will ich mit meiner Art von journalistischem Zugang fördern.

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Seit den Erfahrungen der COVID-Zeit arbeitet Bert Ehgartner nicht mehr im 'normalen Medienbetrieb', sondern als vollständig unabhängiger Autor und Filmproduzent. Mit dem Erfahrungsschatz von mehr als 40 Berufsjahren liefert er Filme und Artikel, die sich in keiner Weise den Launen des Zeitgeistes anbiedern, sondern ausschließlich seinem Publikum verpflichtet sind. Herzlichen Dank für Ihre Wertschätzung.

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